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Kunst im Technologiezentrum von Rohde & Schwarz

15. September 2010

Anfang dieses Jahres verwirklichte Yoshiyuki Miura zum zweiten Mal  für einen unserer Kunden eine seiner spektakulären hängenden Skulpturen. Dies ist ein schöner Anlass  zurückzuschauen auf eine Arbeit, die Miura bereits vor einigen Jahren für unseren Kunden Rohde & Schwarz in München realisiert hat.

Aus der Unternehmensbroschüre von Rohde & Schwarz:

“Das neue Technologiezentrum ist ein Signal für die Innovationskraft von Rohde & Schwarz. Die Skulptur des japanischen Künstlers Miura „Schwingungen des Raumes“ im Zentrum des Gebäudes zeugt von Leichtigkeit gepaart mit Offenheit und Kreativität. Der einzelne Stein sticht heraus und ist gleichzeitig Teil des großen Ganzen bei Harmonie von Materialien und Umgebung.

Im Zentrum des Kunstwerkes spiegelt sich die globale Präsenz des Unternehmens mit seinen Mitarbeitern, den Vertriebsgesellschaften sowie den Kunden in seiner fragmentierten Form einer Weltkugel wieder. Ein Symbol für ‘global thinking, local acting’? Parallelen zu unserer Arbeit zeigen sich deutlich. Am Anfang steht eine Idee, es folgen Versuche, Berechnungen, Modelle. Erst ganz am Ende fügt sich alles zueinem großen, schlüssigen Werk. “

Damit die Arbeiten von Miura ihre meditative Kraft entfalten können, bedarf es einer außerordentlichen Präzision sowohl bei der Installation als auch bei der Planung. In völliger Zurückgezogenheit entwirft Miura seine Arbeiten, bis sie im Detail seinen Vorstellungen entsprechen.

Es wurden 6.000 schwarze Granitsplitter von Hand geschlagen.

Die Arbeiten Miuras entstehen aus der Konzentration. Sie sind eine wohltuende Einladung, aus der Hektik in die Stille einzutreten, aus der Eile in die Langsamkeit, aus der Nervosität in die Ruhe. Hier wird die Nähe zum japanischen Zen deutlich: shiki ist ku und ku ist shiki. Form ist Leere und Leere ist Form. Der Neubau des Technologiezentrums von Rohde und Schwarz hat durch die Skulptur von Miura sein Zentrum erhalten.

Für die Skulptur „Schwingung des Raumes“ wurden 150 km Stahlseile verwendet.

Die Präzision bei der Ausarbeitung ist Voraussetzung für die Schwerelosigkeit der Wirkung. Wenn die Skulptur vollendet ist, spürt man den schlichten Stein und den Raum der zwischen den Splittern entstanden ist. Der gesprengte Fels bildet eine Kuppel. Eingefrorener Moment einer Explosion? Brocken eines expandierenden Universums? Das Große liegt im Kleinen, das Kleine im Großen. Vielleicht ist diese Skulptur ein moderner Zen-Garten.

Alleine für das Aufhängen der Skulptur im Technologiezentrum benötigte der Künstler und seine beiden Assistenten drei Wochen.

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